Rezension: Finstere Stadt von Markus K. Korb

Mit seinen Romanen über die Finstere Stadt begibt sich Markus Korb erstmals auf das Gebiet des Cyberpunks. Wir befinden uns irgendwo jenseits des Jahres 2055, nicht weit von Hong Kong entfernt. Die Finstere Stadt wird vom Triaden-System der Drachen beherrscht. Das »WWW« ist der Anderswelt, dem Cyberspace, gewichen. Fast jeder Bewohner verfügt über ins Gehirn implantierte neuronale Cybernetzwerke, die nahezu alle Sinne »optimieren« können. Die Sucht nach immer stärkerer Optimierung kann allerdings auch im Wahnsinn enden. Augmented Reality (AR) und Wirklichkeit vermischen sich derart extrem, dass kaum noch ein Unterschied feststellbar ist.

Verschiedenste Agenten der Drachen untersuchen diverse Vorkommnisse, die den Geschäften der Triade im Weg stehen könnten. So sucht Sheng Zao – »das Ohr« – nach einem virtuellen Virus. Ein Unbekannter verwandelt AR-Software in eine Horrorshow. Hat etwa der größte AR-Anbieter, die THC (Transhuman Corporation), etwas damit zu tun? Shengs Recherchen führen ihn in die K…